Der Umgang mit Zeit und Höflichkeit

„Becoverbasicsi der Beschreibung der wichtigsten Eigenschaften zeit- und erlebnisorientierter Kulturen wurde sicher deutlich, dass in der Begegnung dieser beiden Werte ein erhebliches Konfliktpotenzial vorhanden ist. Ich habe versucht noch etwas anderes hervorzuheben, was aber angesichts der Unterschiede leicht unterzugehen droht: In beiden Fällen spielt höfliches Verhalten eine wichtige Rolle! Nur, was jeweils als höflich empfunden wird, basiert auf unterschiedlichen Prioritäten. Eine Konsequenz davon ist, dass das Verhalten des anderen in der interkulturellen Begegnung falsch interpretiert werden kann.

  • In zeitorientierten Kulturen hat die Person, mit der man verabredet ist, Priorität. Es wäre unhöflich, sie warten zu lassen. Ist man gerade im Gespräch mit jemandem, dann hat diese Person Verständnis dafür, dass man das laufende Gespräch ggf. abbrechen muss, um rechtzeitig zu einer Verabredung zu kommen.
  • In erlebnisorientierten Kulturen hat die Person, mit der man gerade redet, Priorität. Es wäre unhöflich, das Gespräch vorzeitig abzubrechen. Kommt man zu spät zu einer Verabredung, dann hat die andere Person Verständnis dafür, weil man ja noch im Gespräch mit jemandem war.“

Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S.58f

Advertisements

Kulturübergreifendes Kulturtraining

coverpreview«Mit diesem Buch verfolge ich den Ansatz des kulturübergreifenden Kulturtrainings. Es ist meine Absicht, Sie zu sensibilisieren und Sie anzuregen, sich intensiver mit der Thematik „Kultur“ auseinander zu setzen. Länderspezifische Kulturtrainings sind sicher eine gute Sache und sie haben ihre Berechtigung. Es besteht aber die Gefahr, dass man sich zwar theoretisches Wissen über eine spezifische Kultur aneignet, ohne jedoch die andere Kultur und die tieferliegenden Gründe für ihre Andersartigkeit zu verstehen. Eine weitere Gefahr des länderspezifischen Kulturtrainings ist es, vorschnell Stereotypen über die andere Kultur („die Deutschen sind so“, „die Griechen sind so“ etc.) zu übernehmen, ohne diese weiter zu reflektieren oder zu hinterfragen. Auf diese Weise steckt man Angehörige einer anderen Kultur vorschnell in eine Schublade. Leider wird dadurch echte interkulturelle Begegnung und Kommunikation verhindert; der andere und seine Prägung bleiben unverstanden.» Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S.49f.

Spanische Ausgabe von Basics intercultureller Kommunikation ab sofort erhältlich!

Ab sofort ist spanische Ausgabe von “Basics interkultureller Kommunikation“ unter dem Titel „La Comunicación Intercultural – El desafío de la comunicación entre dos culturas“ erhältlich.

“La Comunicación Intercultural“ wurde ebenso, wie die deutsche Originalausgabe, bei BoD veröffentlicht.

Um das Buch – insbesondere für Leser in Südamerika – etwas günstiger anbieten zu können, wurde die Schriftgröße – und dadurch auch die Anzahl der Seiten – etwas reduziert. “La Comunicación Intercultural“ hat aber denselben Inhalt, wie die Originalausgabe, plus einem Vorwort zur spanischen Ausgabe, das von René Mansilla (Chile) geschrieben wurde.

Darin macht er u.a. folgende Aussage:

„Ich hätte mir gewünscht, ich hätte dieses Buch vor meiner Ankunft in Deutschland gehabt; es hätte mir verschiedene Konflikte und schlechte Zeiten erspart. Daher bin ich davon überzeugt, dass es eine große Hilfe für all diejenigen ist, die sich darauf vorbereiten, für eine gewisse Zeit im Ausland zu leben (Arbeit oder Dienst), oder auch für diejenigen, die in ihrem eigenen Land mit Ausländern arbeiten (unsere Welt wird immer globaler), und natürlich für alle bikulturellen Paare, die sogar noch stärker der Herausforderung der interkulturellen Kommunikation ausgesetzt sind.“

“La Comunicación Intercultural“ ist sowohl im Buchhandel vor Ort als auch über das Internet erhältlich. Die Printausgabe (ISBN 978-3-7322-6381-3) kostet Euro 9,49, die eBook-Version (wird vermutlich ab Anfang Mai verfügbar sein) kostet Euro 7,49.

Weitere Infos dazu finden Sie auch auf den spanischen Internetseiten zum Buch:

Derzeit kann „La Comunicación Intercultural“ bei folgenden Internet-Buchhandlungen im In- und Ausland bezogen werden:

 

Es sind nie „Kulturen“, die miteinander kommunizieren…

coverbasicsEs sind nie „Kulturen“, die miteinander kommunizieren, sondern immer einzelne Menschen, die ihre ganz persönliche und individuelle kulturelle Prägung haben. Darum ist auch das Aufeinandertreffen von zwei Menschen immer ein einzigartiges Ereignis!“ Jürgen H. Schmidt (Basics interkultureller Kommunikation, S.104)

Basics interkultureller Kommunikation nun international erhältlich!

Basics interkultureller Kommunikation ist inzwischen auch international im Buchhandel erhältlich. Das Buch wird in Internet-Buchhandlungen in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Skandinavien, Spanien, Großbritannien, Kanada, den USA und sogar in Japan angeboten (weitere Infos, siehe unten).

Basics interkultureller Kommunikation wurde ganz bewusst für ein breites Publikum geschrieben, denn das Thema betrifft uns inzwischen fast tagtäglich: am Arbeitsplatz, bei Geschäftskontakten im Ausland, beim Schüler- oder Studentenaustausch, bei einem freiwilligen sozialen Jahr im Ausland, in der internationalen Entwicklungs-Zusammenarbeit, bei internationalen Städte-Partnerschaften, in bikulturellen Ehen, als Migranten, ja selbst bei der Begegnung von Schwaben mit Norddeutschen :-). Das Grundanliegen des Buches ist es, dem Leser Bausteine für die Entwicklung interkultureller Kompetenz mit auf den Weg zu geben, und dadurch zu einer besseren Verständigung zwischen den Kulturen beizutragen.

Basics interkultureller Kommunikation kann über den lokalen Buchhandel oder über das Internet bezogen werden.

Hier eine aktualisierte Liste der Anbieter im Internet:

Deutschland:

International: