Die eigene kulturelle Identität kennenlernen

coverbasics„Eine wichtige Voraussetzung, um interkulturelle Kompetenz zu erlernen, ist das Kennenlernen der eigenen kulturellen Identität. Es geht also nicht nur darum, die andere Kultur kennen zu lernen, sondern ich muss zunächst einmal verstehen, wie ich selbst „ticke“, damit ich kulturbedingte Unterschiede als solche erkennen und mit ihnen umgehen lernen kann. Als Hilfestellung dazu waren u.a. die Fragen in den vorigen Kapiteln gedacht. Am Besten lernt man seine eigene kulturelle Identität natürlich in der Begegnung mit Menschen aus fremden Kulturen kennen, insbesondere im fremdsprachigen Ausland.“

Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S.132

Advertisements

Kulturübergreifendes Kulturtraining

coverpreview«Mit diesem Buch verfolge ich den Ansatz des kulturübergreifenden Kulturtrainings. Es ist meine Absicht, Sie zu sensibilisieren und Sie anzuregen, sich intensiver mit der Thematik „Kultur“ auseinander zu setzen. Länderspezifische Kulturtrainings sind sicher eine gute Sache und sie haben ihre Berechtigung. Es besteht aber die Gefahr, dass man sich zwar theoretisches Wissen über eine spezifische Kultur aneignet, ohne jedoch die andere Kultur und die tieferliegenden Gründe für ihre Andersartigkeit zu verstehen. Eine weitere Gefahr des länderspezifischen Kulturtrainings ist es, vorschnell Stereotypen über die andere Kultur („die Deutschen sind so“, „die Griechen sind so“ etc.) zu übernehmen, ohne diese weiter zu reflektieren oder zu hinterfragen. Auf diese Weise steckt man Angehörige einer anderen Kultur vorschnell in eine Schublade. Leider wird dadurch echte interkulturelle Begegnung und Kommunikation verhindert; der andere und seine Prägung bleiben unverstanden.» Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S.49f.